Von 3.5 auf 135° – Wie man ein Lueger-Denkmal stürzte

Uhrzeit

17:00

Uhr

Ort

Oskar-Kokoschka-Platz

Erdgeschoss, Treffpunkt: OKP (Bei der Oskar-Kokoschka-Büste)
Oskar-Kokoschka-Platz 2, 1010 WienIn Kartenanwendung öffnen +

Abteilung

Sprachkunst

Abteilungswebsite +
Abteilungsleitung: Olga Grjasnowa, Gerhild Steinbuch

Format

Führung

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Vor knapp 100 Jahren veräußerte der berühmt-berüchtigtste österreichische Politiker aller Zeiten folgendes Shout-Out an Dr. Karl Lueger: „Heute sehe ich in dem Manne den gewaltigsten deutschen Bürgermeister aller Zeiten.“ (Mein Kampf, 1925, S. 59). Bei all der geschichtlichen Ambivalenz kann man der Magistratsabteilung 7 (Stadt Wien Kultur) unter sozialdemokratischer Führung keinesfalls verübeln, dass lange mit der Weggestaltung des Lueger-Ehrenmals gehadert wurde: 3.5° sollten es werden und somit ganze-halbe 3,5 mehr als 0°! Als in der 90.+6-Minute der Opfermythos-Nachspielzeit nun doch die ganz große Überraschung kam, blieben alle Wiener*innen sprachlos zurück: Dezimalstelle versetzt, eine „1“ vorgeschoben – das Hitler-Vorbild ist nicht mehr bloß geneigt, sondern um 135° gekippt! Chemische Lösung oder Windengurt: Wie kam es zum Luegersturz? Wem ist dieser mutige Wurf gelungen? Wird die Kulturstadträtin die Statue wieder aufstellen lassen? Diesen und weiteren Fragen widmen sich die Walks zwischen dem Oskar-Kokoschka-Platz und dem ehemaligen Dr.-Karl-Lueger-Platz, begleitet von jüdischen Stimmen, Aktivist*innen, Historiker*innen sowie Vertreter*innen der Stadt.

Studierende des Instituts für Sprachkunst

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